Denkmal

Die meisten Städte sind voller Denkmäler, Berlin sowieso. Viele sind berühmt, andere sind, trotz oftmals gewaltiger Ausmaße, vergessen.
Man hat sie sattgesehen oder nie gesehen. Gute Gründe, einmal den Blickwinkel zu wechseln.
Der Blick aus der Nähe zeigt, was man von Ferne nicht sieht: bildhauerisches Handwerk, das Material, den Ausdruck der Gesichter. Ernst! Heiteres Pathos gibt es nicht. Ein "monumentales Lachen"? Geht nicht.
Weil die Anlässe der Errichtung eben doch schon in weite Ferne gerückt sind, man eben nicht so genau weiß, worum es hier eigentlich geht, tritt der skulpturale Charakter in den Vordergrund. Man muss aus den Fährten der Gestaltung lesen. Während z.B. das Ehrenmal in Treptow von seiner Anlage her sofort klar macht, dass hier einer Katastrophe gedacht wird, sieht man der Siegessäule nicht an, dass sie ein Denkmal einer ganz ähnlichen Katastrophe ist. Kann man das im Foto zeigen? Es liegt natürlich auch daran, welche Sprechform man wählt – das Bild des monumentalen Friedhofs nimmt von vornherein eine ganz andere Sprechhaltung ein als eine goldene Göttin die auf einem gewaltigen Phallus tänzelnd eben auch ganz andere Identifikationsangebote macht. Wobei man nicht sagen kann, dass die "Friedhofsform" wirklich aus der Mode gekommen wäre. Erfrischend allein, wie Berliner eben damit umgehen: Hüpf doch einfach darüber , wenn Dir einer so einen schönen Spielplatz baut!

Pallas Athene

und ein gewaltbereiter junger Mann

Friedrich II.

der Große

Richard Wagner

Der Größte

Figuren der Schlossbrücke

ab jetzt wieder mit Schloss

Sowjetisches Ehrenmahl

Treptow
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