Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz ist die mittigste Mitte Berlins, und er ist irgendwie das "Stück Großstadt als Experiment" geblieben, als das er ins 21.Jahrhundert gestartet wurde.

Fotografisch war die Zeit des Potsdamer Platz als "größte Baustelle Europas" voll von Szenen und Szenerien, die nicht nur deswegen reizvoll waren, weil man immer "das Berliner Stadtzentrum" als Untertitel angeben konnte. Vielmehr versank in den tiefen Baugruben der Horizont des Berliner Stadtbildes oft vollständig, und die Bildperspektive tauchte auf diese Weise ab in einen nie gesehenen Untergrund aus Beton, Stahl und Grundwasserseen, in denen sich die Arbeiter ausnahmen wie die Ameisen.

Das zweite große Thema bezog sich stets auf die Zielsetzung, den Potsdamer Platz in ein akzeptiertes und belebtes Stadtviertel zu verwandeln. Fotografisch gesagt: "Belebte Architektur" aufnehmen. Dabei war abermals rasch zu bemerken, wie klein der Mensch in den Dimensionen des Raums auftritt. Denn obwohl die Gebäudekörper eher würfelartig erscheinen, handelt es sich durchweg um Häuser mit mindestens 9 Stockwerken und der berühmten 1:2 Straßenbreite bis zur traditionellen Traufhöhe bis zur "Stimmann-Treppe." Kurz: Soll das Haus als Ganzes aufs Bild, sind die Leute auf der Straße kaum noch zu sehen, so klein sind sie.

Mark di Suvero "Galileo"
Der Potsdamer Platz als Baustelle

Der Potsdamer Platz war Gegenstand unterschiedlichster Beauftragungen. Im Laufe der Jahre sind für Eigentümer und Mieter u.a. erstellt worden:

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