Wellen!

Manche Erscheinungen sind für gewöhnlich so alltäglich wie harmlos. Aber man sieht man ihnen ihr Wesen an. Und an dem Ufer steht man lange Tage, den einen plätschert es, an anderen ist etwas geboten. Das Wasser öffnet sich und gibt den Blick frei auf das Verborgene, das ihm innewohnt. Seine Beweglichkeit.

Es gibt im Deutschen kein eigenes Wort für "bewegtes Wasser". Welle, Strömung, Spritzer. Die fotografische Anatomie dieser Erscheinungen zeigt durch das Einfrieren des zeitlichen Moments etwas von der Faszination der Kraft, die sich in schneller Bewegung unaufhaltsam fortpflanzt.
(Es gibt nur eine Art Kraft).

    Die Wellen-Reihe wurde im Sommer 2015 in einer Ausstellung gezeigt und seither weiter fortgeführt.

    copyright by Vincent Mosch